Unlautere Kunden-Abwerbung durch MVV
ursel risch | 04.02.2010 | Allgemein | 0 Kommentare |

4. Februar 2010
BUND und 100proEnergienwende raten zum Stromanbieterwechsel

Mannheim. Nach Abwerbungsversuchen von Ökostromkunden durch die MVV Energie AG rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Verein 100 Pro Energiewende allen Verbrauchern, zu einem unabhängigen Anbieter von Ökostrom zu wechseln.

Hintergrund ist eine erfolgreiche einstweilige Verfügung des Ökostromanbieters Lichtblick gegen die MVV Energie AG. Die einstweilige Verfügung basiert auf einem Abwerbungsschreiben, das die MVV gezielt an ehemalige Kunden gerichtet und dort ein direktes Vergleichsangebot zum Ökostromtarif des Unternehmens Lichtblick gemacht hatte.

Dazu erklärte Matthias Weyland, Regionalgeschäftsführer beim BUND Rhein-Neckar-Odenwald: „Anstatt mit juristisch fragwürdigen Methoden ehemaligen Kunden hinterherzulaufen, sollte die MVV die Botschaft der Bürger verstehen und endlich aus dem klimaschädlichen Kohleprojekt in Mannheim aussteigen. Klimaschutz und der Neubau von Kohlekraftwerken passen einfach nicht zusammen.“

Ursel Risch, Sprecherin von 100 Pro Energiewende ergänzte: „Wir empfehlen der Bevölkerung in Mannheim und der Metropolregion dringend, jetzt zu einem echtem Ökostromanbieter zu wechseln. Das ist nicht nur ein politisches Signal gegen verfehlte Konzernpolitik, sondern es unterstützt die Energiewende und ist in den meisten Fällen sogar günstiger als schmutziger Strom aus Kohle und Atomkraft.“

Der Verein 100 Pro Energiewende hat im Dezember eine Stromwechselkampagne gestartet. Verträge der vier unabhängigen und empfehlenswerten Ökostromanbieter sind an vielen Orten in Mannheim erhältlich. Infobanner können bei der Initiative kostenfrei ausgeliehen werden. Alle weiteren Informationen gibt es auf der Kampagnenseite: www.100pro-energiewende.de/ciao-mvv/

Weitere Informationen

Hintergrund der MVV-Werbung:

http://www.100pro-energiewende.de/2010/01/01/abwerbebriefe-fortsetzung/

Zur Stromwechselkampagne von 100 Pro Energiewende:

http://www.100pro-energiewende.de/ciao-mvv/

Informationen zum geplanten Kohlekraftwerk in Mannheim:

http://www.bund-bawue.de/gkm9

Für Rückfragen:

Ursel Risch, 100 Pro Energiewende e.V., Tel: 0621-738744, mobil:0179-1971044

Matthias Weyland, BUND Rhein-Neckar-Odenwald, Tel: 06221-164841, mobil: 0163-7758838



Weiteres Kohlekraftwerk in Deutschland verhindert
ursel risch | 03.02.2010 | Allgemein | 0 Kommentare |

Pressemitteilung der Klima-Allianz zum Aus der Pläne von GDF Suez, in Stade ein Kohlekraftwerk zu bauen

Das Energieunternehmen GDF Suez wird in Stade kein Kohlekraftwerk bauen / Proteste von Bürgerinitiativen und Umweltschützern erfolgreich / Trend gegen den Bau neuer klimaschädlicher Kohlekraftwerke setzt sich fort

Berlin, 02. Februar 2010. Wie die französische GDF Suez (ehemals Electrabel) gestern bekannt gab, hat sie die Planung für ein 800 Megawatt Kohlekraftwerk in Stade aufgegeben. Unterstützt vom bundesweiten Bündnis die Klima-Allianz, hatten sich auf beiden Elbseiten Bürgerinitiativen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein erfolgreich gegen den Bau des Kohlekraftwerkes gewehrt. …weiterlesen »



Atomkonzerne verhandeln über Kundengeld
ursel risch | 21.01.2010 | Allgemein | 0 Kommentare |

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW widerspricht dem Eindruck, die Atomkonzerne RWE, E.On, EnBW und Vattenfall könnten mit der Bundesregierung über größenordnungsmäßig 230 bis 340 Milliarden Euro “eigenes” Geld verhandeln. “Die Manager der Atomindustrie und die Vertreter der Bundesregierung sprechen heute Abend im Bundeskanzleramt über Geld, das uns Stromkunden in den kommenden Jahren erst noch durch drastisch überhöhte Strompreise aus der Tasche gezogen werden soll. Das wirtschaftspolitische Ziel einer preiswerten Energieversorgung wird hierbei mit Füßen getreten”, kritisiert IPPNW-Energieexperte Henrik Paulitz. “Die Bevölkerung ist mehrheitlich überhaupt nicht willens, den Weiterbetrieb der gefährlichen Atommeiler auch noch mit ständig steigenden Strompreisen, Subventionen und Privilegien zu bezahlen.”

…weiterlesen »



Die Bedeutung des Thüga-Verkaufs
Andreas Frank | 21.01.2010 | Allgemein | 1 Kommentar |

Am 2. Dezember wurde die Thüga AG vom E.ON-Konzern an ein Konsortium aus verschiedenen Stadtwerken verkauft. Die Thüga AG ist ein Energieversorger, der im Stromsektor im Wesentlichen Beteiligungen an anderen Stadtwerken hält und im Gassektor auch operativ tätig ist. Ein weiterer Bereich ist die Trinkwasserversorgung. Das erwerbende Stadtwerkekonsortium besteht aus enercity (Stadtwerke Hannover AG), der Mainova AG (Frankfurt a. M.) und N-ERGIE AG (Nürnberg) mit jeweils rund 20,53 % und der Stadtwerkegruppe KOM9, die mit 38,41 % beteiligt sind. Die Bürgerinitiative „Thüga in Bürgerhand“ kam bislang nicht zum Zuge, hofft aber über die an KOM9 beteiligten Stadtwerke Freiburg doch noch einen Anteil zu erwerben. …weiterlesen »



Neuer Atomkonsens – das Spiel mit dem Feuer
ursel risch | 15.01.2010 | Allgemein | 0 Kommentare |

IPPNW-Presseinformation vom 15. Januar 2010

Sicherheitsmängel deutscher Atomkraftwerke erlauben keine Laufzeitverlängerungen

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert den Vorschlag des bayerischen Umweltministers Markus Söder, den Atomkonzernen Laufzeitverlängerungen von weiteren rund 10 Jahren anzubieten. “Wenn der von der Regierungskoalition postulierte Maßstab der Sicherheit Ernst genommen wird, dann dürfen die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke nicht verlängert werden”, so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. “Es geht bei dieser Entscheidung um eine Abwägung zwischen der Sicherheit für die Bevölkerung und den Extra-Profiten für nur vier Atomkonzerne.” …weiterlesen »



Der Bürgerprotest gegen die deutschen Kohlekraftwerke ist Klimaschutz
ursel risch | 15.01.2010 | Allgemein | 0 Kommentare |

15.1.2010
In den letzten zwei Jahren wurden elf Projekte gekippt
Der Bürgerprotest ist beim Klimaschutz viel wirksamer als die Politik.

Das Jahr 2009 war erfolgreich im Widerstand gegen Kohlekraftwerke. Der Unterschied ist eindeutig: Während die Klimakonferenz in Kopenhagen – die Bühne der Politik – zu einem beschämenden Desaster wurde, das nicht zu relativieren ist, gelang es den Umwelt- und Naturschutzbewegungen, elf geplante Kohlekraftwerke zu verhindern und zwei weitere ins Straucheln zu bringen.

Tatsächlich wird immer mehr Bürgern klar: Die drei Brennstoffe Atom, Öl und Kohle, die im letzten Jahrhundert mit den Zielen einen gewaltigen Auftrieb erlebt haben, können und dürfen keine Zukunft haben. …weiterlesen »



EU-Beschwerde wegen Kohlekraftwerk in Mannheim
ursel risch | 13.01.2010 | Allgemein | 0 Kommentare |

BUND begrüßt Vorstoß – neue Rechtsunsicherheit für Kraftwerksprojekt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald, begrüßte die gestern eingereichte EU-Beschwerde bezüglich des geplanten Kohlekraftwerks in Mannheim. Matthias Weyland, Regionalgeschäftsführer beim BUND erklärte dazu: „Die Beschwerde zeigt eindeutig, dass rechtlich die Luft für neue Kohlekraftwerke immer dünner wird. Neben der im Dezember durch den BUND eingereichten Klage gegen den Genehmigungsbescheid wird das Vorhaben nun auch auf europäischer Ebene in Frage gestellt.“

Am Dienstag hatte der WWF in Brüssel eine formale Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Kommission eingereicht. Grund für die Beschwerde ist der Verstoß gegen eine verbindliche Auflage des EU Klima- und Energiepaketes von 2008. Nach Einschätzung des WWF verstößt der im Juli 2009 genehmigte „Block 9“ der Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM) gegen die EU-Gesetzgebung.

Nach Aussage des BUND zeige das Verfahren einmal mehr, dass der GKM AG und den beteiligten Stromkonzernen RWE, EnBW und MVV nicht wirklich am Klimaschutz gelegen sei. Insgesamt gehe es vor dem Hintergrund der Klimakrise darum, klimaschädliche Emissionen drastisch und schnell zu verhindern. Dies funktioniere nur ohne neue Kohlekraftwerke. …weiterlesen »



Abwerbebriefe-Fortsetzung
Gerhard Fontagnier | 01.01.2010 | Allgemein | 1 Kommentar |

drohbriefAm 23.12.2009 hat die MVV Energie AG mir einen netten Weihnachtsbrief geschickt. Mein Artikel “MVV schickt Abwerbebriefe” schmeckt der Energie AG nicht. Ich wurde zu Weihnachten per Botenpost (nicht mal eine Briefmarke war übrig und ich habe ihn soeben nach meinem Weihnachtsurlaub aus dem Kasten gezogen) schriftlich aufgefordert den Artikel vollständig und unverzüglich bis 26.12.2009 18:00 Uhr von den Internetseiten zu entfernen. Man droht mir sogar mit gerichtlichen Schritten, falls ich der Aufforderung nicht nachkomme. Immer locker bleiben liebe MVV Energie AG. Warum so nervös? Natürlich sind die personenbezogenen Daten zu löschen, sobald ihre Kenntnis für die Erfüllung des Zwecks der Speicherung nicht mehr erforderlich ist. Wie lange Daten zum Zweck der Werbung genutzt werden dürfen, ist leider fraglich. Dafür gibt es laut der MVV-Konzernrechtsabteilung in der “Rechtsliteratur” eine Frist von zwei Jahren. Ich habe allerdings schon vor mehr als zwei Jahren zu einem echten Ökostromanbieter gewechselt. Aber die Daten dürfen meines Erachtens nur für die Zwecke geändert oder genutzt werden, für die sie gespeichert worden sind – also zur Kundenbetreuung und nicht um eine verlorene Kundenbeziehung neu anzubahnen. Die MVV ist da allerdings anderer Meinung. Die Zweckbindung nach § 28 BDSG lautet: “Daten dürfen nur im Rahmen des konkret festgelegten Zwecks verarbeitet werden. Entfällt der Zweck, wird die Verarbeitung unzulässig”. Jedenfalls hat das Oberlandesgericht in Köln entschieden, dass die Nutzung alter Kundendaten unzulässig ist, wenn zugleich die Information benutzt wird, wer der neue Lieferant ist. Und: ganz egal was recht und billig ist: wer in den Tagen der Klimakonferenz von Kopenhagen die Ex-Kunden auffordert aus einem Ökostromtarif in einen Nichtökotarif zu wechseln, der kommt irgendwie ziemlich schräg und unglaubhaft daher. Gehts der MVV Energie AG wirklich nur ums Geld? Hat sie DAS nötig? Ich würde mir wünschen, dass die MVV Energie AG mehr von Ihrem Werbeetat für ihr Klimaengagement einsetzen würde. Ein notwendiger Schritt wäre auch das Austreten aus dem Risiko der Kohlekraft und damit aus der Grosskraftwerk AG.




BUENDNIS